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KBS 961 - Die Kochelseebahn

In Tutzing, gleichzeitig auch Endstation der S-Bahn-Linie 6, zweigt die Stichstrecke über Penzberg nach Kochel von der Mittenwaldbahn ab. Die knapp 36 km lange eingleisige und vollständig elektrifizierte Strecke ist von Tutzing bis Bichl als Hauptstrecke klassifiziert, der folgende Abschnitt bis Kochel als Nebenbahn. Erbaut wurde diese Eisenbahn in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In erster Linie sollte sie der Abfuhr von Kohle aus den Bergwerken rund um Penzberg dienen, die bis dato über den Wasserweg erfolgte. Am 16. Oktober 1865 erreichte der erste Zug (damals kam dieser von Starnberg) Penzberg. Ab dem 23. Mai 1898 konnte man bis Kochel fahren. Um das komplizierte Kopfmachen der Züge zu vermeiden wurde der alte Penzberger Bahnhof fortan nur noch im Güterverkehr genutzt und der Bahnhof "Neu-Penzberg" als Durchgangsstation erbaut. Bis zum 31. Mai 1959 traf in Bichl die Strecke der Isartalbahn aus nördlicher Richtung auf die Kochelseebahn. Der elektrische Zugbetrieb wurde am 4. März 1925 auf der Gesamtstrecke aufgenommen. Nach Schließung der Kohlegruben Ende der 60er-Jahre verlor der Güterverkehr rasch an Bedeutung und auch die Reisendenzahlen konnten kaum noch befriedigen. Lange Zeit beantragte die Deutsche Bundesbahn die Stilllegung der Strecke, doch der Freistaat Bayern hielt an der Aufrechterhaltung des Betriebes fest. Um eine bessere Wirtschaftlichkeit zu erreichen, wurde von 1983 bis 1988 mit der damaligen Düsseldorfer 111 115 ein Probebetrieb im vereinfachten Wendezugbetrieb durchgeführt. Nach deren Abzug übernahmen Lokomotiven der Baureihe 141, sowie danach (ab Mitte der 90er) die Baureihe 139 diese Aufgabe. Ab dem Sommerfahrplan 1994 kam mit dem Projekt "Werdenfels-Takt" der Stundentakt auf die Kochelseebahn. Inzwischen reichen die Fahrgastzahlen aus um die Strecke zu erhalten. Seit 14. Dezember 2003 ist der Gesamtverkehr planmäßig fest in der Hand der sogenannten Quietschies (ET 425, 426). Nur in Ausnahmefällen verirrt sich noch ab und zu eine 110 oder eine 111 mit Wendezug nach Kochel. Im Winter 2008 / 2009 kam kurzzeitig die Baureihe 139 aus Fahrzeugmangel zurück auf die Strecke. Im Güterverkehr wurde noch bedarfsweise einige Male pro Jahr bis Mai 2008 der Schrotthändler Layritz in Penzberg angefahren. Zuletzt kamen hierfür Lokomotiven der Baureihen V 60, V 90 oder auch 218 zum Einsatz. Mit der letzten Umstellung im Dezember 2013 verrichten Triebwagen der Baureihe 2442 den Gesamtverkehr.

km Bahnhof Besonderheiten
0,0 Tutzing  
2,2 Üst Unterzeismering Bis hier paralleler Verlauf zur Mittenwaldbahn
6,9 Bernried  
11,3 Seeshaupt Kreuzungsbahnhof, Formsignale
17,2 Iffeldorf früherer Name: Staltach
22,4 Penzberg Pbf Abzweig zur Firma Layritz (ehem. Gbf), Rückbau 2008
25,0 Schönmühl aufgelassen
27,1 Bichl Kreuzungsbf, Formsignale, früher Abzw. der Isartalbahn, Bleibe des "Gläsernen" im 2.Weltkrieg
28,8 Benediktbeuern  
30,8 Ried (Obb.) aufgelassen
33,1 Ort aufgelassen
35,5 Kochel  

Gleispläne der Kochelseebahn

Triebfahrzeugeinsatz: 2442

 

 

 
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