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KBS 962 - Die Pfaffenwinkelbahn

Bei der Pfaffenwinkelbahn handelt es sich um eine nicht elektrifizierte, eingleisige Nebenstrecke. Ausgangspunkt ist der Bahnhof Weilheim. Wie die Kochelseebahn, so verdankt auch die Strecke nach Schongau ihre frühe Erbauung den damaligen Kohlevorkommen. Rund um den Hohenpeißenberg gab es Steinkohle zuhauf. Als am 1. Februar 1866 Peißenberg seinen Anschluß an die Strecke nach München erhielt (in etwa auf Höhe des heutigen Hp Peißenberg Nord), hatte das umständliche Verladen der Kohle über den Wasserweg ein Ende. Die Verlängerung bis zum heutigen Bahnhof von Peißenberg dauerte noch bis zum 15. Mai 1879 (damaliger Name: Sulz). Das Stück bis Schongau folgte schließlich erst am 11. Januar 1917. Die Bedeutung des Güterverkehrs erkennt man daran, daß der Abschnitt Weilheim Peißenberg im Jahre 1925 sogar elektrifiziert und zeitweise als Hauptbahn behandelt wurde. Mit der Einstellung der Bergwerke und der Kohleförderung verlor die Pfaffenwinkelbahn jedoch schnell an Bedeutung, der Fahrdraht wurde 1980 demontiert und die Strecke stand kurz vor der Stilllegung. Güterverkehr findet nur noch im westlichen Abschnitt planmäßig statt, bedient wird das Gewerbegebiet in Peiting (seit Sommer 2005 nicht mehr), sowie die Papierfabrik Haindl in Schongau. Diese Transporte werden von der Augsburger Localbahn gefahren und gehen von Schongau aus weiter über die Fuchstalbahn nach Augsburg. Inzwischen hat sich die Situation im Personenverkehr wieder entspannt, durch Einführung von stündlichen Zügen Mitte der 90er Jahre (Werdenfels-Takt) haben die Fahrgastzahlen akzeptable Werte erreicht und der Fortbestand der Strecke scheint zunächst gesichert. Vor allem auch deshalb, weil in den letzten Jahren ausgiebige Sanierungsarbeiten stattfanden, unter anderem wurde in Schongau eine komplett neue Lechbrücke erbaut. Im Dezember 2008 übernahm die Bayerische Regiobahn den Personenverkehr auf der Pfaffenwinkelbahn. Eingesetzt werden seitdem moderne Nahverkehrstriebwagen vom Typ LINT (Baureihe 648).

km Bahnhof Besonderheiten
0,0 Weilheim  
6,5 Peißenberg Nord Haltepunkt mit 2 Bahnsteigen - durch Bü in der Mitte getrennt, ehemliges EG noch vorhanden
8,9 / 15,5 Peißenberg Kreuzungsbahnhof mit Formsignalen, Gruppenausfahrsignale, Steigung bis Hohenpeißenberg 25 Promille
9,3 Hohenpeißenberg Ab hier bis Peiting Ost mit 27,8 Promille größte Steigung / Gefälle
4,2 Peiting Ost Kreuzungsbahnhof, teilweise durchgeschaltet
2,8 Peiting Nord Hp mit 2 Bahnsteigen - durch Bü in der Mitte getrennt, 25 Promille Gefälle bis Schongau
0,7 Anschl. Haindl Anschluß der UPM Papierfabrik (früher Haindl)
0,5 Lechbrücke  
0,0 Schongau Beginn der Fuchstalbahn Richtung Landsberg, ausgeprägter Güterverkehr, Formsignale, keine Einfahrvorsignale, Sammelausfahrsignale

Gleispläne der Pfaffenwinkelbahn

Triebfahrzeugeinsatz: 648, V 100 Ost der AL (Güterverkehr UPM)

eine eigene Seite über die Pfaffenwinkelbahn gibt es hier:

 

 
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