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KBS 976 - Die Außerfernbahn Die Außerfernbahn verbindet auf einer Länge von fast 100 km die Städte Garmisch-Partenkirchen und Kempten. Während des gesamten Verlaufes ist es eine eingleisige Nebenbahn. Trotzdem sollte man die Strecke beim Betrachten in vier Abschnitte unterteilen. Das erste Stück geht auf deutschem Boden von Garmisch bis kurz hinter Griesen und ist elektrifiziert, der anschließende Teil bis Reutte ist ebenfalls elektrisch betrieben, verläuft aber auf österreichischem Terrain. In Reutte endet der Fahrdraht und bis kurz vor Pfronten bleibt die Strecke österreichisch um dann wieder durch deutsches Staatsgebiet bis nach Kempten zu führen. Der Betriebsablauf im Regionalverkehr obliegt allerdings komplett der DB AG. Das erste Teilstück wurde am 1. Dezember 1895 eröffnet und führte von Kempten bis nach Pfronten-Ried. Fast genau zehn Jahre später, am 16. Dezember 1905 konnte man bis Reutte fahren, der Lückenschluß hinüber zur Mittenwaldbahn in Garmisch-Partenkirchen kam zum 29. Mai 1913 und war von Anfang an elektrifiziert. Der Reisezugverkehr im Außerfern war immer schon fast ausschließlich touristischer Bedeutung, der Güterverkehr hat erst in den letzten Jahren wieder deutlich zugenommen. Wie auch die anderen Bahnstrecken dieser Region, so hat auch die KBS 976 besondere landschaftliche Reize und eine Fahrt von Garmisch nach Kempten sei jedem Eisenbahnfreund dringend empfohlen. Etwa in Höhe des Haltepunktes Ulrichsbrücke nähert sich die Außerfernbahn bis auf 4 km der Strecke Füssen - Kaufbeuren an, jedoch kam es bis heute nicht zu einem Lückenschluß dieser beiden Linien und das obgleich er immer wieder gefordert wird. Aber das primäre Bauvorhaben in der Region nennt sich BAB 7 und bei leistungsfähigen und kapazitätsstarken Straßen braucht keiner mehr eine funktionierende Eisenbahn. Diese Politik führte soweit, daß die Eisenbahn durchs Außerfern jahrelang stark stillegungsgefährdet war. Die DB AG demontierte den Fahrdraht von Garmisch bis zur Grenze kurz hinter Griesen, die ÖBB zeigte kein großes Interesse, diesen für sie betrieblich gesehen aufwendigen Inselbetrieb aufrecht zu erhalten. Inzwischen wurde die Fahrleitung wieder saniert und aufgebaut, die Züge von Garmisch nach Reutte werden mit modernen Elektrotriebwagen gefahren. Der Abschnitt Vils - Reutte bringt werktäglich zwei bis drei Güterzugpaare auf die Strecke, welche von ÖBB-Dieselloks bespannt werden, Hauptladegut hierbei ist Holz aus Vils. In Reutte werden diese Wagen dann gesammelt und mit ein bis zwei Zügen (Taurus-bespannt) über Garmisch und Mittenwald nach Hall i.T. abgefahren. Alles in allem scheint der Weiterbestand dieser Strecke mittelfristig erstmal gesichert zu sein.
Triebfahrzeugeinsatz: 294, 425, 426, 628, 642, 1x16, 2068 Eine eigene Seite über die Außerfernbahn gibts hier:
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