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Tanklager Krailling - Freiham

(heute von der Viktoriagruppe AG betrieben)

Das Tanklager im Wald zwischen Gauting und Unterpfaffenhofen weist eine inzwischen fast 100-jährige Geschichte auf. Im Jahr 1934 begann die Planung eines, für das Militär strategisch perfekt gelegenen Großtanklagers an dieser Stelle, bereits am 1. August 1935 wurde mit dem Bau begonnen. Damals unter der offiziellen Version einer großen Schokoladenfabrik. Nur wenige wußten, was tatsächlich auf 150 Hektar entstehen würde. Eines der größten Tanklager Mitteleuropas, mit Pipeline-Anbindungen zu wichtigen Flughäfen und Kasernen. Von Anfang an wurde auf eine Anlieferung über die Schiene gesetzt, was sich durch eine zweiseitige Anbindung, Freiham im Norden und Gauting im Süden bekräftigte. Ab 1938 rollten die ersten Kesselwagenzüge in das Werksgelände. Das Gleis aus Gauting war nur wenige Jahre - von 1940 bis 1944 - in Betrieb, lag aber noch bis weit in die 80er Jahre komplett. Auch heute findet man noch Überreste im Kreuzlinger Forst. Nach vielen Betreiberwechseln, von der NATO, über die IVG und Tanquid, hat im Jahr 2009 die tschechische Viktoriagruppe das Tanklager übernommen.

Link zu den Gleisplänen

Aus dem Forum lostplaces.de - Link - zitiere ich folgenden Beitrag vom 25. Juli 2008: "Hallo,
das Industriegleis vom Tanklager nach Gauting ist mir noch sehr gut bekannt. Von Freiham führt heute noch das Zufahrtsgleis ins Tanklager. Während dem Krieg, ca. 1942 wurde die Verlängerung vom Tanklager nach Gauting gebaut. Das hatte folgenden Zweck: Munitionszüge, die beispielsweise von Österreich kommend weiter fahren sollten Richtung Augsburg mussten den Bahnhof Pasing als Rangierbahnhof meiden. Man konnte somit bereits vor Pasing abbiegen, traf auf die Strecke von Herrsching kommend bei Freiham und von dort kurz vor Pasing konnte man in Richtung Augsburg umsetzen. Gleichzeitig diente dieser Gleisabschnitt auch zum Rangieren der Züge, bei Gauting befand sich ein dreigleisiger Rangierbahnhof, im Wald verlief die Strecke dann zweigleisig. Bis etwas 1985 waren die Gleise noch vorhanden, endeten jedoch an der Kreuzlinger Straße, da der letzte Streckenabschnitt zum Tanklager mit Bombentrichtern übersät war. Zuerst verschwand der Prellbock an der Kreuzlinger Straße, die Strecke wuchs immer mehr zu, heute ist davon nicht mehr viel zu sehen, Gleisstümpfe sind noch erkennen unter der Schotterdecke des Waldweges, restliche Schwellen, Betonsockel der Oberleitungsmasten befinden sich noch bei Gauting, da der Rangierbahnhof elektrifiziert war und in der 60-Jahren zum Hinterstellen von Güterwagen genutzt wurde. Das Zufahrtsgleis zum ehemaligen Rangierbahnhof wurde zum Hinterstellen der S-Bahnen neu gebaut."

Bilderbogen:

 

Nur indirekt mit dem Tanklager hat die dreimal wöchentlich verkehrende Übergabe von DB Schenker zu tun. Mit ihr wird der im Gelände ansässige Gashändler beliefert. Am 10.11.2004 ist 362 848 mit der CB 56120 im dreigleisigen Übergabebahnhof Freiham angekommen und wird ihre zwei Wagen in Kürze an die Werkslok übergeben.
Am 7. März 2005 wartet DE65 der HGK auf ihren Zug. Damals war die IVG der Betreiber des Tanklagers und die HGK das zuständige EVU. Mein einziger Railion-Öler fuhr mir am 9. Februar 2009 zufällig beim Westkreuz vor die Linse. 155 086 bringt einen Zug hinaus nach Freiham.
Am 6. April 2009 war noch die IVG-Werkslok im Übergabeverkehr zugange. Nach der vorübergehenden Schließung der Anlagen kam die Maschine vom Typ MaK G 763 C nach Duisburg-Ruhrort. Dort wird sie als Lok "14" im TanQuid Tanklager eingesetzt.
Im Dezember 2009 wurde nur noch der Gashändler bedient. Nach der Zustellung der Wagen rollt 362 873 solo wieder in Richung München.
Bis zur Wiederaufnahme des Betriebes als Tanklager nutzte die Firma ARS Altman (PCT) die umfangreichen Gleisanlagen zur Abstellung von Zügen. Am 23.12.2009 bringt ER 20-005 einen beladenen Zug mit Neuwagen zur Zwischenabstellung über die Feiertage nach Freiham.
Der Zug ist verräumt, für die Lok geht es zurück nach München-Milbertshofen. Ausfahrt Werkstor an der Neuen Gautinger Strasse. Einen Leerwagenzug hat ER 20-013 am 23. Februar 2010 abgeholt und rollt hier durch den Bahnhof Neuaubing Richtung München.
Während der Zeit von PCT kamen die verschiedensten Loks hinaus nach Freiham. Hier rollen PCT 02 (MaK G 1206) und Mietlok 232 105 der NbE in den DB-Bahnhof Freiham. Beide Loks holten Autozüge im Werksgelände ab. 232 105 überquert unmittelbar vor der Einfahrt die Neue Gautinger Strasse.12. März 2010.
Ein weitere Eurorunner im Dienst von PCT war die in der Ursprungslackierung gehaltene ER 20-004, die am 17. März 2010 über das Verbindungsgleis rollt. Am 21. April waren dann zwei lange Containerzüge im Übergabebahnhof abgestellt.
Am 4. Juni 2010 kam außerplanmäßig eine Lok der Baureihe 294 anstelle der planmäßigen V 60 vor der Übergabe zum Einsatz.
Vorübergehend war auch Lok "PCT 01" im Tanklager anzutreffen. Sie diente jedoch nicht als Werkslok, sondern war nur zum Einbau einer Standheizung vor Ort. 28. Juni 2010.
Ab Sommer 2010 überraschte dann der Anblick unzähliger belgischer Elloks der Reihe 18 den Besucher. Platzmangel bei Krauss-Maffei und die verfügbaren Gleisanlagen in Freiham führten zur vorübergehenden Abstellung von bis zu über 100 Lokomotiven im Wald hinter Germering. Ganz links führt 183 701 die Lokreihe im Werksbahnhof an. Aufgenommen am 4. Juli 2010.
Spurensuche im Kreuzlinger Forst zwischen Germering und Gauting am 19. August 2010. Mitten im Wald liegen noch Gleisreste der ehemaligen Verbindung Gauting - Freiham. Die komplette Trasse ist noch gut erkennbar.
Im Herbst 2010 lief der Kesselwagen-Verkehr wieder an. Die Nutzung als Tanklager wurde durch die Viktoriagruppe AG wieder aufgenommen. Die Anlieferung erfolgte zunächst ausschließlich durch die RBH. Hier steht 143 068 alias RBH 107 an der Entladestelle. RAR stellte unterdessen die Werkslok für den Übergabeverkehr zwischen Freiham und dem Werksgelände. Am 14. Oktober holt 214 012 "Kathleen" einen Zug in Freiham ab.
PCT 02 ist am 4. Oktober 2010 mit den letzten zwei ARS Altmann Wagen unterwegs nach München. Mit dieser Fahrt endete die Nutzung Freihams durch PCT. Und trotz Vorhandenseins einer neuen Werkslok erfolgt die Zustellung der Gaswagen weiterhin vollständig durch die DB. 362 845 setzt am 11.10. mit FZ 56366 im Übergabebahnhof um.
Bei Schneefall erreicht 214 012 von RAR mit RBH 145 205 das Tanklager-Gelände. Und am 29.12. hat erneut Lok 205 der RBH einen Zug aus Gelsenkirchen nach Freiham gebracht.
Recht lang war die Übergabe FZ 56366 am 7. Februar 2011, gezogen von 294 797 vor der Germeringer Kirche "St Cäcilia". Vier  Wochen später erledigte die Aufgabe wieder eine V 60. 363 135 mit zwei Wagen als FZT 56367 inmitten des weitläufigen Geländes.
214 012 "Kathleen" ist mit sechs Kesselwagen im Werksbahnhof zugange. 24. Februar 2011.
Eine weitere endlos lange Reihe belgischer Loks vom Typ 1800 stand am 1. März 2011 im Wald. Von einem anderen Abstellplatz holt 214 019 am 27. März 2011 die belgische 1813 und die neue 189 842 noch in reinem weiß ab. Sie wird die Loks zu Krauss-Maffei nach München-Allach bringen.
Mit einem weiteren Belgier am Haken geht es vorbei an der Kirche "St Cäcilia" in Richtung München. Gleich drei weiße 189er brachte die RAR G 1206 am 4. April 2011 auf das Gelände.
363 135 kommt mit FZT 56367 vom Gashändler zurück und rollt Richtung Werksbahnhof und Ausfahrt. 11. April 2011. Keine halbe Stunde später war 214 019 von RAR an fast derselben Stelle zu sehen.
Hier sind die beiden hintersten Entladegleise zu sehen. Deren Nutzung scheint aber eingestellt zu sein. Seit über 5 Jahren konnte ich dort keinen Zug mehr sehen.
Ein weiterer Lokzug verläßt Freiham am 28.06.2011, diesmal gezogen von einer V60D, der V 655 von RAR. Am Haken die 1850 und 1849. Hier überquert der Zug die "Germeringer Spange" auf dem Verbindungsgleis nach Freiham.
Gleich zwei RBH-Öler standen am 16. August 2011 im Übergabebahnhof. Loks 106 und 113, beides ehemalige Regio-143er werden die Züge nach Gelsenkirchen und Ingolstadt bringen. Der Zug nach Ingolstadt erhielt noch Vorspann durch 145-CL-206, hier kurz vorm Westkreuz.
Ein Zug aus nagelneuen, rein weißen Kesselwagen wird hier durch das Werksgelände zur Entladestelle gebracht. 29.11.2011. Dort herrscht Hochbetrieb. Ein bereits abgefertigter Zug steht mit einer ER 20 als Zuglok im äußeren Abstellgleis. Die V 60 hat ihre Wagen bereits zugestellt.
143 059 alias RBH 113 ist mit einem Öler in Freiham angekommen. 8. Dezember 2011. Am 21.12. war ebenfalls RBH 113 im Einsatz, welche hier durch die RAR 345 385 über die Lindauer Autobahn A 96 gezogen wird.
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